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Geschichte

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Wie alles begann… TheaterTraum

Alles begann mit einem Traum. Dem Traum, selber Theater zu spielen. Auf der Bühne zwei getrennte Welten zu vereinen – die Welt der Gehörlosen und die Welt der Hörenden.

Im Jahr 2002 begann ein halbes Dutzend Kulturschaffende, zwei Gehörlose und vier Hörende, das Miteinander zu proben. Die Idee: Ein Kulturanlass von Gehörlosen und Hörenden für Gehörlose und Hörende. Der Name: taktvoll. Der Ort: Das Kulturzentrum Alte Kaserne in Winterthur. Die erste Veranstaltung war klein und fein, mit Perkussion und Tanz, Pantomime und Poesie in Gebärdensprache. So entstand die Gruppe «TheaterTraum», die mit sichtbar GEHÖRLOSE ZÜRICH zusammenarbeitete.

TheaterTraum realisierte in den folgenden Jahren diverse Theater- und Tanzstücke. Zum Beispiel:

  • Nachtflattern (2007)
  • SCH (2008)
  • Neuland (2009)
  • nett.working (2010/2011)
  • LISTEN (2013/2014)

2014 wurde ein eigenständiger Verein «Theater Traum» gegründet. Ab 2015 hiess dieser Verein «movo».

movo (ab 2015)

Unter dem Namen movo begann der Verein neben Theatereigenproduktionen auch andere Bereiche zu bespielen. Nachdem das Theaterstück «Über die Verhältnisse» (2016) unter der Leitung von Meret Matter über die Bühne ging, wendete sich movo auch dem Filmschaffen zu. So entstand 2018 erstmals das Filmfestival «Ohrzu»: Ein Filmwettbewerb, zu dem sich gehörlose oder Teams von gehörlosen zusammen mit hörenden Filmschaffenden bewerben konnten. Drei Jahre später folgte die zweite Ausgabe.

2022 experimentierte movo im Bereich Tanz und Bewegung zu Körperkommunikation, die weder mit Laut- noch mit Gebärdensprache Brücken schlägt. Es sollten Räume geschafft werden für körperliches Nachdenken, sinnliche Kommunikation und kreatives Miteinander.

Geleitet von einem Duo aus gehörlosen und hörenden Tänzer:innen wurde der Workshop «Tanz ohne Sprache» bereits an vielen Orten durchgeführt. So tourte er u. a. am Tanzfest 2024 in Zürich, Winterthur, Basel, Genf und La Chaux-des-Fonds und war beim Tanz in Bern 2024 in der Dampfzentrale vertreten.

movo bietet an drei Standorten Zürich, Bern und Basel monatlich durchgeführte Theaterkurse in Gebärdensprache an. Zudem organisiert der Verein regelmässige Theaterbesuche in der Gruppe, wo es darum geht, gemeinsam mit gehörlosen und hörenden Theaterfreund:innen die Vielfalt der Theaterlandschaft kennenzulernen und sich darüber auszutauschen. Weitere Sensibilisierungs- und Vermittlungsangebote sowie die Vermittlung von Deaf Interpret:innen erweitern die Arbeit von movo.

  • Über die Verhältnisse (2016)
  • OHRZU Filmfestival (2018; 2021)
  • Tanz ohne Sprache (ab 2022)
  • Sensibilisierungs- und Vermittlungsangebote für div. Institutionen, z.B. Stückeinführung, Nachgespräche, Workshops (ab 2023)
  • Theaterkurse in Gebärdensprache in Zürich (ab 2023); Bern (ab 2024); Basel (ab 2025)
  • Vermittlung von Deaf Interpret:innen (ab 2024)
  • Gemeinsam ins Theater mit Nachgespräch (ab 2024)

Netzwerk

Birol Kayikci

swissbiri@gmail.com
DSGS / LSF / International Sign

Ich bin ein engagierter und vielseitiger Künstler mit Erfahrungen in Gebärdensprache, Visual Vernacular und Performance. Mit Qualifikationen in Leadership, Tourismusführung und Projekten in verschiedenen Kunstbereichen strebe ich danach, durch meine Arbeit Barrieren abzubauen und Kultur für alle zugänglich zu machen. Mein Ziel ist es, meine Erfahrungen und Visionen in einem innovativen Umfeld einzubringen.

Bei folgenden Veranstaltungen durfte ich meine Fähigkeiten erweitern: Crip Lab, Filmfestival OHRZU, Deafstart bei Sonos, Workshop für Visual Vernacular (VV), Schauspielausbildung für Gehörlose in Olten, Mitwirkung als Schauspieler in einer Charlie Chaplin Interpretation, Beteiligung als Schauspieler am Film „James Bond 005“.

Christina Gabriela Galli

movo Vorstand

war 2022-2024 Geschäftsleiterin von movo und ist seither Teil des Vorstands. Sie beschäftigt sich mit Bewegung, Choreographie, Körperarbeit und Sound. Zurzeit arbeitet Christina im Tanzhaus als verantwortliche Person für Vermittlung und Inklusion, ist in verschiedenen Kollektiven aktiv, wie Zentralwäscherei oder Streikhaus, und hat Freude an Sound, zb. mit monatlichen live Dj-Sets auf Radio Lora oder Audiospaziergängen auf Umwegen.

Monika Goldefusová

ist seit 2024 Präsidentin von movo. Sie kommt aus Tschechien, wuchs mit tschechischer Gebärdensprache in einer gehörlosen Familie auf. Sie hat einen Bachelor in Musik und Darstellender Kunst (Janáček-Akademie).

In mehreren Weihnachtsmärchen einer tschechischen Fernsehsendung für Gehörlose war sie als Schauspielerin im Einsatz. 2023 zog sie für die grosse Liebe in die Schweiz. Hier ist sie in verschiedenen Bereichen tätig – als soziokulturelle Mitarbeiterin für die Organisation SICHTBAR, wo sie Programme für Gehörlose anbietet und damit Communityarbeit leistet oder als Praktikantin bei auawirleben in Bern (2024).

Die passionierte Katzenliebhaberin, die in der Freizeit gern wandert, leitet auch Theaterkurse an Schulen, Fakultäten und für movo. In Tschechien ist sie ebenfalls aktiv und unterrichtet tschechische Gebärdensprache per Zoom. Sie beherrscht mehrere Gebärdensprachen: die schweizerische (DSGS), deutsche (DGS), amerikanische Gebärdensprache (ASL) sowie International Sign (ISL).

Lua Leirner

movo Vorstand

ist schon seit 2016 im Vorstand von movo. Sie ist multikulturell in Frankreich, Brasilien und Deutschland aufgewachsen und lebt seit 2003 als Grafikerin, Fotografin, und Museumsführerin in Basel, sie spricht portugiesisch, deutsch und englisch und kommuniziert zusätzlich in schweizerdeutscher und deutscher Gebärdensprache.

Als Künstlerin tritt sie in Tanz- und Theaterperformances in Deutschland und der Schweiz auf.

Nico Feer

war ab 2015, des Gründungsjahrs von movo, bis 2021 Geschäftsleiter von movo und nun Teil des Vorstands. Er ist ein Multiinstrumentalist, Komponist, Tüftler und Performer aus Winterthur. Bei den Bands Nadja Zela, Linx&Lechz, Baby Jail, Papst & Abstinenzler, Kabel, Admiral James T. u.a. spielt er E-Gitarre, E-Bass, Kontrabass, Synthesizer, Banjo und singt. Daneben komponiert, experimentiert und performt er für Theater, Filme, Live-Vertonungen, Podcasts und Installationen. Hierbei lotet er gerne die Grenzen zwischen Geräusch, Lärm und Musik aus – oder zwischen Soundtrack, Experimenteller Musik und Installation.

Nico Feer hat eine Vergangenheit als Betriebsökonom, Kulturarbeiter, Schauspieler und Theatermacher bei movo.

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